Windows

Problem bei der Anmeldung an Windows10 nach Update (und wie man es löst)

Windows ist immer wieder für eine Überraschung gut. Leider sind es oft keine guten Überraschungen. Letztens trat bei einem Kunden folgendes Problem auf:

Nach einem größeren Windows-Update eines Notebook-Rechners kam nach dem Anmelden die Fehlermeldung

Sie wurden mit einem temporären Profil angemeldet. Änderungen, die Sie am Benutzerprofil vornehmen, gehen bei der Abmeldung verloren. Lesen Sie das Ereignisprotokoll, um sich Details anzeigen zu lassen, oder wenden Sie sich an Ihren Administrator.

Zwar konnte man mit dem Rechner arbeiten, aber alle persönlichen Profileinstellungen fehlten, und dazu gehören u.a. auch die Einstellungen von Thunderbird, so dass das Abrufen von E-Mails nicht mehr möglich war. Ein Abmelden und erneutes Anmelden lösten das Problem nicht. Mit diesen Schritten konnte das Problem gelöst werden.

  1. Anlegen eines neuen Admin-Nutzer (für den Fall, dass man sich bei den nächsten Schritten die Admin-Rechte entzieht. Dazu gleichzeit Win+R drücken (also die Windows-Taste und die R-Taste) und in dem Eingabefeld "control userpasswords2" (ohne Anführungszeichen) eingeben und "Enter" drücken.
  2. Auf Hinzufügen klicken, dann auf "Ohne Microsoft-Konto anmelden" und danach "Lokales Konto" auswählen.
  3. Jetzt einen neuen Nutzernamen und ein Passwort eingeben.
  4. Im Dialog "Benutzerkonten" unter "Eigenschaften >> Gruppenmitgliedschaft" die Option "Administrator" aktivieren und die Dialoge mit "OK" schließen.
  5. Jetzt den Registry-Editor starten. Dazu wieder Win+R drücken, "regedit" eingeben und "Enter" drücken.
  6. Im Registry-Baum zu folgendem Schlüssel navigieren:
    "HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\ProfileList"
  7. Hier sollte man jetzt zwei gleiche Unterschlüssel finden, von denen einer die Endung ".bak" hat und der andere nicht. Der Schlüssel ohne Endung hat im Feld "ProfileImagePath" den Eintrag „C:\Users\TEMP“! Diesen Schlüssel ohne die Endung ".bak" exportiert man zur Sicherheit (rechter Mausklick, dann speichern) und löscht ihn anschließend. Den zweiten Unterschlüssel benennt man um indem man die Endung ".bak" löscht.
  8. Jetzt den Rechner neu starten und das Problem ist gelöst. Man kann sich wieder mit seinem gewohnten Profil anmelden.
  9. Wenn alles wieder läuft sollte man den neu angelegten Administrator-Account wieder löschen: Win+R drücken, in dem Eingabefeld "control userpasswords2", den User markieren und auf "Entfernen" klicken.

Das war's.

 

Überlange Windows-Pfade löschen

Seit Windows XP gibt es das Problem, dass Windows Dateinamen die (inkl. des Verzeichnispfades) länger als 255 Zeichen sind, nicht verarbeiten kann. Das liegt nicht am Dateisysten, das kann das durchaus, sondern an einer künstlichen Begrenzung in Windows. Und das Problem tritt auch im neuesten Windows 10 immer noch auf! Wenn nun ein Programm trotzdem längere Pfade anlegt (z.B. Eclipse oder Seafile) dann lassen sich diese Dateien und Verzeichnisse weder mit dem Windows Datei-Explorer noch einem anderen Tool wie Freecommander oder über die Kommandozeile löschen.

Im Knowledge-Base-Artikel 180410 beschreibt auch Microsoft das Problem.

Folgender Weg führt zum Ziel:

Man öffnet in Windows ein Kommandozeilenfenster via rechten Mausklick auf das Fenster-Symbol unten links und wählte dann "Eingabeaufforderung"

Hier verbindet man mit dem Befehl "subst" einen beliebigen Pfad mit einem neuen Laufwerksbuchstaben:

subst x: e:\temp\langerordner\langerordner\...\langerordner

Über die Referenz des neuen Laufwerkes x: verschluckt sich Windows nicht mehr an langen Pfaden und man erhält Zugriff auf die tiefer gespeicherten Dateien.

Nun kann man mit

rmdir /S /Q X:\Pfad
bzw.
rd /S /Q X:\Pfad

die Verzeichnisse samt Inhalt und Unterverzeichnissen ab der Ebene löschen, die man mit subst eingebunden hat.

/S Löscht dabei alle Verzeichnisse und Dateien im angegebenen Verzeichnis zusätzlich zu dem Verzeichnis selbst. Wird verwendet, um ganze Verzeichnisbäume zu löschen.
/Q Keine Nachfrage, ob die Verzeichnisbäume mit /S entfernt werden sollen.

Anschließend hebt man die Verbindung des Laufwerkes x: mit

subst x: /d

wieder auf und kann nun den Rest des Verzeichnisses löschen. Sollte dieses immer noch zu lang sein, muss man noch einmal einen Unterzweig einbinden und die obgien Schritte wiederholen.

 

Tipp: WebDAV-Freigabe in Windows als Netzlaufwerk einbinden

Seit XP bietet Windows die Möglichkeit, per WebDAV (Web-based Distributed Authoring and Versioning) auf Verzeichnisse auf entfernten Servern zuzugreifen. Leider gibt es auch bei Windows 7 noch keine Möglichkeit, einer WebDAV-Ressource einen Laufwerksbuchstaben zuzuweisen. Das kann problematisch sein, wenn man Software verwendet, die nur auf Ressourcen zugreifen kann, die über einen Laufwerksbuchstaben ansprechbar sind. Dies kann beispielsweise beim Synchronisieren eines WebDAV-Verzeichnisses mit einem lokalen Laufwerk über das Internet der Fall sein. Möchte man beispielsweise mit dem freien Tool Freecommander auf ein WebDAV-Verzeichnis zugreifen, um dieses mit dem lokalen Verzeichnis auf dem PC zu synchronisieren, so geht dies nur, wenn das WebDAV-Verzeichnis über einen Laufwerksbuchstaben verfügt und nicht nur über seine URL erreichbar ist. Das Tool Netdrive von Macrodata bietet die Möglichkeit, WebDAV- oder FTP-Ressourcen einen Laufwerksbuchstaben zuzuordnen. Damit unterscheiden diese sich nicht mehr von "normalen" Netzlaufwerken in Windows und Freecommander kann problemlos darauf zugreifen und mit den Dateien in den Verzeichnissen arbeiten.

Die Installation ist kinderleicht: Programm runterladen, Setup ausführen und die gewünschten WebDAV-Freigaben eintragen. Läßt man Netdrive beim Windows-Start automatisch starten und die Freigaben verbinden, so läßt sich ganz bequem auf die dort gespeicherten Daten zugreifen - gerade so, als würden sie auf einer lokalen Festplatte liegen.

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